Mittwoch, Mai 16, 2007

Spät, später, mein Blog

Tja, lang ist's her, dass ich was geschrieben habe, aber im Moment habe ich das Bedürfnis niederzuschreiben, was mir eben wiederfahren/aufgefallen ist. Mein Vater hat mir zu meinem Geburtstag ein Paket mit Lakritz geschickt (Danke für die große Ladung (2kg!!) und die Geburtstagsgrüße, wenn auch leicht verspätet ^^), dass ich heute gefunden habe. Es wurde mir nicht an die Tür gebracht, wie es sich gehört, nein, es lag in einem unbeschriftetem Postfach zusammen mit Brifen für mich und Elena von nebenan. Bisher wurde alles in unsere Postfächer direkt an der Tür eingeworfen, aber seit einigen Wochen scheint das anders zu sein. Hätte ich nicht zufälligerweise das auffällig herausstechende, gelbe Paket der Deutschen Post gesehen, wäre wohl auch meine Stromrechnung für den Monat unbezahlt geblieben. Argh! Welcher Postbote schmeißt Post für verschiedene Leute in ein UNBESCHRIFTETES Postfach?!

So, um ein wenig über die vergangenen Wochen zu berichten, ein kurzer Abriss:

-Ich war mit dem International Club zweimal beim Hanami, der Kirschblütenschau, und hab dort Ai wiedergetroffen, mit der ich die Gundam-Bausätze gebastelt habe. Tags drauf sind wir ausgegangen und seither sind wir zusammen.

-Bei der Firma in der Ai arbeitet sind Katzenbabys geboren worden, von denen die Mutter eins zurückließ. Ai hat sich zwei Wochen um das kleine Baby gekümmert und dementsprechend auch ich ab und an. Ich hab noch nie zuvor ein so junges Tier in der Hand gehalten.

-Im April gab es in Fukui eine Jidaigyouretsu, eine Epochen-Parade, die allerdings nur in etwas zur Hälfte aus einer Parade in historischen Kostümen und zur anderen Hälfte aus Marschparade verschiedener Vereine und Schulclubs bestand. Aika war mit ihrer Firma in der historischen Parade vertreten, auch wenn ich sie aufgrund schlechter Sicht (zu weit hinten, und zu viele Regenschirme) nicht ausmachen konnte. Die Japaner waren ganz aus dem Häuschen als der letzte Reiter vorbeizog. Das war ein angeblich bekannter Schauspieler und alles kreischte und streckte die Handys empor um damit Fotos zu schießen.

-Ich hab Ai beigebracht, wie man Siedler spielt und wir haben gemeinsam mit Lars, Kathrin und Oliver, dem neuen Deutschlehrer aus Hamburg eine Runde gespielt. Oli hat mich gelobt für meine strukturierte Erklärung der Regeln, aber ich denke, wenn man das Spiel schon ein paar hundert Mal gespielt hat, ist das nicht so schwer.

-Ich war mit Ai während der Golden Week (eine Woche die zu über 50% aus Feiertagen besteht) in Mikuni, wo wir uns das Tojimbo-Kliff (wo sich Japaner gerne umbringen) und das örtliche Aquarium angeschaut haben. Außerdem haben wir Spider-Man 3 gesehen. Ich fand den Film gut und er gefiel mir auch besser als Teil 1, aber die allgemeine Kritik scheint den Film mit anderen Augen zu betrachten. In den USA hat er dennoch einen Rekordstart hingelegt. (siehe http://www.the-numbers.com)

-Der Filmclub der Uni hat sich endlich dazu entschlossen etwas zuamchen, bzw. er ist quasi neu gegründet worden und ich bin jetzt Mitglied. Die Dreharbeiten zum ersten Film laufen bereits, aber ich mache nichts besonderes. Nur gelegentliche Vorschläge und Fotos von den Dreharbeiten schießen. Das Skript wurde hauptsächlich vom Clubchef und seinem Kumpel, dem Regiesseur und Hauptdarsteller (Vetternwirtschaft, wie? ^^), geschrieben, aber es haben die meisten Mitglieder ihren Senf dazu gegeben, mich eingeschlossen. Bis zum Uni-Fest vom 25.-27. Mai soll der Streifen fertig sein.

-Beim International Club helfe ich ein wenig bei der Organisation eines Tanzwettbewerbs, weil Ai das auch macht. Im Rahmen dessen bin ich im Lokalfernsehen für ein paar Sekunden zu sehen gewesen und durfte sogar zwei Sätze von mir geben.

-Die Uni hat auch wieder angefangen und die beiden Interessantesten meiner 7 Kurse sind die beiden, von denen mir Herr Hayashi am ehesten abraten wollte: ein Kurs zu japanischer Linguistik und ein Kurs mit dem Titel Computer und Erziehung. Der merkwürdigste Kurs ist Interkulturelle Kommunikation. Dort haben wir in der letzten Stunde nur Nationalhymnen nach Wunsch gehört und ein Gruppenfoto geschossen.

-Gestern Abend waren Lars, Kathrin und ich zusammen mit den Koreanern Han und Kim bei Fumiyo. Fumiyo und Yoshimi haben für uns leckeres japanisches Essen gekocht: es gab Nikujaga, eine Art Fleischeintopf mit Kartoffeln, Wurzeln und Glasnudeln (schmeckt sehr deutsch), Okonomiyaki (wer's noch immer nicht weiß, schlägt es nochmal bei Wikipedia nach) und ein Reisgericht.